Erfolgreicher RTTY Contestbetrieb

Durch die weite Verbreitung von brauchbaren RTTY-Programmen für die PC-Soundkarte hat die Aktivität in der Betriebsart RTTY (Baudot) in den letzten Jahren deutlich zugenommen, so auch im Contest. Dieser Artikel bietet einige Hinweise um Neueinsteigern einen effizienten und störungsfreieren Contestbetrieb zu ermöglichen.

Dieser Artikel ist ebenfalls im BCC-Contest Handbuch 3. Auflage 2004 ff. erschienen. Desweiteren wurde dieser Artikel in der cq/DL Juni 2002 gedruckt.

Contest Software

Zunächst sollte man eine geeignete Contest-Software auswählen. Die Vielzahl der teils kostenlos angebotenen Programme macht es unmöglich hier eine vollständige Liste aufzuführen. Einige Programme wären z.B. für DOS: RTTY by WF1B, für Windows: RckRTTY, N1MM-Logger, Writelog uvm. Die meisten der Windows-Programme arbeiten mit der beliebten MMTTY-Engine zusammen, bieten aber eine für den Contest-Betrieb weitaus geeignetere Bedienoberfläche.

Ich selbst nutze ausschliesslich RCKRtty von Walter, DL4RCK zusammen mit meinem SCS PTC-II oder (meist) mit der MMTTY-Engine.
Warum? Weil das Programm von Walter ständig weiterentwickelt wird (mittlerweile als RCKLog), weil Walter schnell auf Problemberichte reagiert, weil Walter mich schon oft mit Programmlizenzen bei besonderen Aktionen (XP1AB, LX5A usw.) unterstützt hat und weil ich es für naheliegend halte ein deutsches Programm zu unterstützen. RCKRtty/RCKLog ist komplex und bietet alles was man für RTTY braucht: Alles für 'normale' QSOs, beste Ausstattung für Contest- und DX-Betrieb, Standard-Logformate (Cabrillo), aktuelle Contestformate usw. usf. Empfehlenswert.

RTTY Contestbetrieb

Doch nun zum Betrieb im RTTY-Contest. Die Vielzahl von RTTY Wettbewerben (mehr als 20 im Jahr) bringen viele unterschiedliche Regeln für den Rapport-Austausch mit sich. Nebem dem üblichen RST wird oft die CQ-Zone oder eine laufende Nummer ausgetauscht, aber auch schon mal das Geburtsjahr des Ops, ein beliebiges Schlüsselwort, das heimatliche Bundesland oder die aktuelle Uhrzeit (oder Kombinationen davon :-) . Hier hilft eine Software, die die jeweiligen Wettbewerbe direkt unterstützt.

Wie in allen anderen Contesten gilt auch hier: der Austausch sollte so kurz wie möglich sein.

Ein kurzer CQ Ruf sollte etwa so aussehen:

CQ CQ TEST DE DL1ZBO DL1ZBO CQ

Unbedingt das DE verwenden, denn viele Programme werten dies aus um das nachfolgende Rufzeichen zu erkennen!

Anstelle von TEST wird auch oft der Contestname verwendet, man sieht also im ANARTS Contest auch schon mal:

CQ CQ ANARTS DE W1ZT W1ZT W1ZT CQ

Das abschliessende CQ ist sinnvoll, um Stationen die etwas später auf die QRG kommen deutlich zu machen das man CQ ruft und nicht eine Tastenübergabe macht. Verschiedene Endungen wie KN oder BK werden im Contest-QSO nur selten verwendet.

Um das Einphasen (Synchronisieren) des Empfängers zu erleichtern empfiehlt es sich, jede Aussendung (nicht nur den CQ-Ruf) mit einem Wagenrücklauf (CR, Carriage Return) und einem Leerzeichen zu beginnen.

Ruft nun eine Station an, reicht es in der Regel nur das eigene Rufzeichen 2x zu senden:

DE ZL2AMI ZL2AMI

Auch hier wieder unbedingt das DE voranstellen.
Nach dem letzten Buchstaben des Rufzeichens nicht sofort den Sender abschalten, sondern unbedingt ein Leerzeichen oder Wagenrücklauf (CR) dranhängen! Fehlt dies, kommt es oft vor das der Empfänger 'Gammelzeichen' ausgibt, das sieht dann u.U. so aus:

DE ZL2AMIDKM23!%S

Und die schöne Rufzeichenerkennung der Software rastet aus, man muß das Call von Hand eintippen, sofern man es überhaupt erkennen kann. RCKRtty bietet mit der neuesten Version zwar auch für solche Fälle eine Hilfe, in dem es bekannte Rufzeichen aus der Datenbank erkennt und gesondert darstellt, aber das klappt nicht immer.

Ist das Call der anrufenden Station erkannt und idealerweise durch Mausklick in den QSO-Buffer übernommen worden, kann man den Rapport (hier z.B. RST, Zone, UTC) senden:

ZL2AMI HI UR 599-14-2329 DE DL1ZBO BK

Wichtig ist das einführende Call der Gegenstation, es könnten ja mehrere angerufen haben, ZL2AMI weiss das er gemeint ist. Auch das abschliessende DE DL1ZBO gibt der Gegenstation die Gewissheit das der Richtige geantwortet hat. Man kann das Call noch einmal verifizieren.

Es ginge auch noch kürzer:

ZL2AMI 599-14-2329 DE DL1ZBO

Erstaunlicherweise reicht es oft aus, den Rapport nur einmal zu senden. Damit erschlägt man 90% des Contestverkehres, bei Nachfragen kann man den bequem auf eine Funktionstaste programmierten Austausch einfach komplett wiederholen. Für wirklich schwierige Verbindungen macht es Sinn, eine andere Funktionstaste mit dem vielleicht 3 bis 4 mal wiederholten Rapport zu belegen.

Oft sieht man die Variante, das der Rapport, sofern er nur aus Zahlen besteht (!) nicht durch Leerzeichen sondern durch einen Bindestrich getrennt wird. Das hat folgenden Hintergrund:
Obwohl das Leerzeichen im Baudot-Code sowohl in der Ziffern- wie in der Buchstabenebene gleich belegt ist, senden viele Programme/Modems vor einem Leerzeichen eine Buchstabenumschaltung, ein unnötiges Zeichen zuviel. Ausserdem gibt es bei vielen Programmen/Modems die Funktion, bei Empfang eines Leerzeichens automatisch auf Buchstabenebene umzuschalten (UOS, Unshift on Space).

Der Austausch würde dann so ausgegeben werden:

ZL2AMI 599 QR WEWO DE DL1ZBO

D.h. durch das Leerzeichen nach dem ersten Zahlenblock (599) wird wieder auf Buchstabenebene umgeschaltet. Man kann sich allerdings leicht behelfen, falls so was mal vorkommen sollte. Durch die Zuordnung der Codes ergibt es sich, das auf einer normalen Tastatur die jeweils schräg unter der Zahl befindlichen Buchstaben zueinander gehören. D.h. 1 und Q, 2 und W usw. Nur bei der 6 ergibt sich ein Y, hier steht auf deutschen Tastaturen das Z. So erklärt sich im übrigen auch der unter RTTYern übliche Gruß UE.

Zu diesem Thema (Strich zwischen den Zahlen) gibt es auch eine Reihe anderer Meinungen, meine Erfahrungen sind aber damit sehr gut. Wie so oft gilt auch hier, das man es am besten selber ausprobiert.

Gelegentlich beobachtet man auch, das der Hinweis mit dem Strich zwischen den Gruppen falsch verstanden wird und auch beim Call ein Strich anstelle eines Leerzeichens gesendet wird, z.B.:

DF4OR DE -XX1XX-XX1XX-XX1XX-

Das ist nun völliger Unsinn, hier erkennt keine Software mehr ein Rufzeichen, ein Anklicken mit der Maus ist fast unmöglich.

Doch zurück zum QSO. Nachdem DL1ZBO seinen Rapport gesendet hat, antwortet ZL2AMI mit:

DL1ZBO TU UR 599-32-2328 DE ZL2AMI QSL? BK

Erneut erlaubt die geeignete Software durch einfaches Anklicken der CQ-Zone (32) oder der Uhrzeit (2328) die Übernahme ins Log. Das TU (Thank You) signalisiert, das ZL2AMI alles richtig aufgenommen hat. Das anschliessende QSL? fragt um Bestätigung und ist nicht unbedingt nötig, eine Bestätigung sollte der erfahrene Contester von sich aus senden.

Noch kürzer geht es auch:

DL1ZBO TU 599-32-2328 DE ZL2AMI

Ist alles ok, bestätigt DL1ZBO mit:

ZL2AMI TU GL NW QRZ DE DL1ZBO K

TU und GL (Good Luck) reichen ZL2AMI um zu wissen das sein Rapport angekommen ist, er dreht weiter, DL1ZBO ruft sofort nach der nächsten Station. Oft sieht man hier, das der Name des Ops eingesetzt wird, z.B.:

ZL2AMI TU BOB 73 NW QRZ DE DL1ZBO K

Oder kürzer:

ZL2AMI TU BOB QRZ DE DL1ZBO

Viele RTTY-Programme bieten über eine Datei (meist FRIENDS.INI) eine Zuordnung von Vorname und Call, eine nette Geste im Contest, soviel Zeit muß sein. Andere nette Gesten sind z.B. das Dankeschön in der Landessprache des Veranstalters zu senden, also 'Grazie' anstatt 'TU' im ARI Contest. Jedenfalls solange 'Dankeschön' in einer exotischen Sprache nicht aus fünf Worten besteht und die beteiligten Stationen zulange aufhält.

Zusammenfassung QSO Abwicklung

Ein komplettes RTTY Contest-QSO in der Übersicht

CQ CQ TEST DE DL1ZBO DL1ZBO CQ
CQ CQ TEST DE DL1ZBO DL1ZBO CQ
CQ CQ TEST DE DL1ZBO DL1ZBO CQ
DE ZL2AMI ZL2AMI
ZL2AMI 599-14-2329 DE DL1ZBO
DL1ZBO TU UR 599-32-2328 DE ZL2AMI QSL? BK
ZL2AMI TU GL NW QRZ DE DL1ZBO K

Ein solcher kompakter Austausch benötigt nur wenige Sekunden, bei den entsprechenden Bedingungen und etwas Übung sind mit den richtigen Textschnipseln Raten von 100-120 q/h durchaus möglich. Und mit der richtigen Software alles nur mit der Maus, ohne die Tastatur zu bemühen. RTTY ist also eine Betriebsart für OMs und YLs die gerne nebenbei einen Kaffee trinken möchten.

Was man nicht tun sollte

Oft beobachtet man im RTTY-Contest einen Austausch der nicht nur unnötig Zeit benötigt, sondern auch keinerlei zusätzliche Informationen mitbringt. Zu vermeiden sind:

Selbst wenn man als 'small gun' meint ruhig etwas mehr senden zu können, da man ja nur Punkte verteilt und nicht auf einen der vorderen Plätze aus ist - die Gegenstation hat vielleicht den Ehrgeiz zu gewinnen und wird durch einen langen Austausch aufgehalten. Und andere Stationen die auf ein QSO warten ebenfalls.

Was tun wenn mehrere Stationen gleichzeitg anrufen?

In der Regel wird kein Dekoder (Soundkarte, Modem) hier etwas richtig mitschreiben, sofern nicht eine Station deutlich stärker ist. Hier empfiehlt es sich, nicht sofort QRZ? DE DF4OR zu rufen, sondern schlicht und einfach abzuwarten. Einer der zwei, drei Anrufer wird als erster auf die Sendetaste drücken, ohne allzu viel Zeit zu verlieren.

Hat man selber ein seltenes DX-Call kann das allerdings auch fehlschlagen, hier hilft nichts anderes als wie im SSB oder CW Betrieb möglichst ein Rufzeichenfragment mitschreiben und erkennen und dann manuell nachfragen und nur diese Station auffordern.

Was tun wenn eine bereits gearbeitete Station noch mal anruft?

Hier streiten sich die Experten. Eine interessante Einstellung ist die, die rufende Station einfach noch mal zu arbeiten. Denn es dauert viel zulange dem Gegenüber zu erklären das er auf diesem Band bereits im Log ist, oft jedenfalls länger als ein normales QSO. Die Software sortiert die Dupes dann schon aus.
Andere schicken ein kurzes XX1XXX WKD B4 QRZ DE DF4OR, was oft eine Diskussion oder einen erneuten Anruf zur Folge hat, wenn z.B. XX1XXX das Call DF4OR im ersten QSO falsch geloggt hat und somit nicht weiss das es sich um ein Doppel-QSO handelt. Und umsonst ruft einen die andere Station ja nicht ein zweites Mal an. Vermutlich steht man sowieso falsch im Log der Gegenstation, das erste QSO würde sowieso nicht gewertet.

CQ rufen oder suchen (Search and Pick, S&P)

Wie in jeder Betriebsart macht hier die richtige Mischung den Erfolg aus. Als Single-OP mit nur einer Station muß man sich vor Contestbeginn über die günstigsten Ausbreitungsbedingungen je Tageszeit informieren und entsprechend oft das Band überprüfen.

CQ rufen lohnt sich auch für schwächere Stationen, sofern man in den zu Contestzeiten überfüllten Bandsegmenten (s.u.) Platz findet. Eine übliche Vorgehensweise ist es, das Bandsegment zunächst mind. 2x abzusuchen und neue CQ-Rufer zu arbeiten, dann sich eine QRG suchen und selber rufen. Nach gewisser Zeit, z.B. wenn die QSO-Rate signifikant abfällt, lohnt es sich noch mal zu suchen oder einen Bandwechsel zu erwägen.

Bakenbeobachtung ist auch beim RTTY Contest sehr wichtig. Oft lohnt es sich beim ersten Öffnen eines Bandes auch mal 5 Minuten alleine als Erster CQ zu rufen. I.d.R. finden sich dann andere ein, die nicht die Baken abhören sondern nur nach RTTY Stationen lauschen.

Frequenzbereiche

RTTY Wettbewerbe finden, wie alle Conteste, nur auf den 'klassischen' Kurzwellenbändern statt, also auf 80, 40, 20, 15 und 10m. Das 160m Band wird i.d.R. nicht genutzt. Die IARU Region-1 RTTY (Digital) Bandsegmente sind wie folgt:

In der Praxis wird im Contest oft das Bandsegment weit berschritten, sehr zum Unmut der im oberen Teil der Segmente angesiedelten Pactor und PR Mailboxbetreiber. Oder der z.B. um 14070, 21070 arbeitenden PSK31 Stationen. Hier gilt gegenseitige Rücksichtnahme. Gegen automatisch arbeitende Stationen (Mailboxen usw.) kommt man in der Regel kaum an, was die RTTY Contester widerum ärgert, denn die Mailbox ruft auf 'ihrer' QRG egal ob dort Contestbetrieb läuft oder nicht. Und Mailboxen haben i.d.R. die längere Geduld...

Wichtig zu wissen ist, das es im 40m Band in den USA ein RTTY Bandsegment von 7080 bis 7090 kHz gibt. Hier kann bei Bandöffnungen in die USA oft nordamerikanische Stationen arbeiten. Japanische Stationen dürfen auf 40m nur im Bereich 7025 bis 7035 arbeiten. Auf 10m lohnt es sich oberhalb von 28100 zu suchen, manche US Lizenzklassen dürfen nur oberhalb dieser QRG Betrieb machen.

DX-Cluster im RTTY-Contest

Viele RTTY-Conteste erlauben die Nutzung des DX-Cluster, aber nicht alle! In manchen Kontesten gibt es dafür dann eine eigene Klasse "Assisted", oder man kommt automatisch in die M/M Klasse. Also vorher unbedingt informieren ob die Nutzung des Clusters zugelassen ist oder nicht.

Self-Spotting, also das Anzeigen der eigenen Aktivität im Cluster ist nie zugelassen und sollte unbedingt unterbleiben!

Das DX-Cluster ist, wie in jedem Kontest, auch in RTTY ein sehr hilfreiches Mittel, mit allen seinen Vor- und Nachteilen. So bilden sich bei seltenen Multiplikatoren, sobald sie im Cluster gespottet wurden, oft innerhalb von Sekunden ein dickes Pile-Up. Hier muss man Geduld und die richtige Betriebstechnik haben. Oft hilft es einfach eine längere Zeit zu warten bis der erste Ansturm vorbei ist. Und in den großen Kontesten sind viele seltene Multis sowieso die ganzen 48 Stunden vertreten, man hat also oft am zweiten Tag noch eine Chance.

Viele Programme bieten eine direkte Einbindung des DX-Clusters in das Programm. Dadurch wird eine direkte Übernahme des Calls und der Frequenz durch einen Mausklick möglich. Das setzt natürlich eine funktionierende CAT-Steuerung des Transceivers voraus. Der Nachteil des Cluster-Fensters im Contestprogramm ist, das der Bildschirm noch voller wird. Hier hilft nur ein hinreichend großer Bildschirm, 17-Zoll sollte das Minimum sein.

Eine wichtige Funktion des DX-Clusters, nicht nur im Sonnenfleckenminimum, ist zu zeigen ob ein Band "offen" ist oder nicht. Tauchen mehrere Spots von Stationen im 10m Band auf so lohnt es sich oft auf dieses Band zu schalten.

Sonstige Bemerkungen

RTTY ist Dauerstrichbetrieb

Anders als bei SSB oder CW ist der Betrieb in RTTY ein Dauerstrichbetrieb, d.h. hier wird der Sender bei Tastung die gesamte Zeit voll ausgesteuert. Das sollte bei der Dimensionierung von Netzteilen, Endstufen usw. berücksichtigt werden. Normale Transceiver erlauben einen Dauerbetrieb vielleicht mit 50/50 Senden/Hören Verhältnis oder noch weniger. Da hilft nur das Zurückdrehen der Sendeleistung auf 50 bis 70% oder eine ordentlich überdimensionierte PA.

CAT-Anschluß

Nicht nur für den RTTY-Contest ist eine funktionierende CAT-Steuerung zw. Transceiver und Contestprogramm hilfreich. So wird zumindest vermieden das man in der Hektik des Wettbewerbes vergisst das richtige Band im Log einzutragen.

Maus und Schriftgröße

Als sehr hilfreich hat es sich erwiesen im RX-Fenster, also dort wo der empfangene Text dargestellt wird, eine recht große Schrift mit fester Zeichenbreite einzustellen. So braucht man mit der Maus nicht so genau zielen... Geeignete Schriften mit fester Zeichenbreite sind bei Windows "Courier" bzw. "Courier New".

Für den Betrieb mit der Maus ist eine gute Unterlage unbedingt wichtig. Die heute üblichen optischen Mäuse haben sich bei mir als am besten benutzbar herausgestellt. Sofern man eine drahtlose Maus verwendet sollte man immer einen oder mehrere Sätze Ersatz-Akkus an der Station liegen haben. Die Batterien halten selten einen 48 Stunden Contest durch.

Regelmässig RX-Fenster löschen

Eigentlich bräuchte das RX-Fenster nur wenige Zeilen hoch zu sein, denn das Meiste spielt sich nach wenigen Minuten sowieso nur am unteren Rand des Fensters ab. Das Problem: wenn man ein paar Minuten mitschreibt und QSOs fährt ist das RX-Fenster bald voll, der neue Text taucht unten am Fensterrand auf, der Fensterinhalt rollt regelmässig nach oben.
Gerade wenn eine Station anruft möchte man schnell auf das Call klicken. Aber der OM hat den Tipp weiter oben beherzigt und sendet einen Zeilenvorschub am Ende seines Anrufes. Und schwups, steht der Mauszeiger auf der untersten, nun leeren Zeile. Ich lauere deswegen mit dem Mauszeiger oft in der vorletzten Zeile des RX-Fensters...
Oder man löscht den Inhalt des RX-Fensters regelmässig. Das ist z.B. bei RCKRtty programmgesteuert möglich. Ich lösche z.B. das RX-Fenster zu Beginn eines jeden CQ-Rufes. So spielt sich das Geschehen immer weiter oben im RX-Fenster ab, es wird nicht gescrollt, ich brauche mit der Maus nicht hektisch hinter dem Call hinterher zu sausen.

RX-Fenster auf Platte speichern

Viele RTTY Contestprogramme erlauben es, den empfangenen Text vollständig auf der Festplatte zu speichern. Das ist sehr sinnvoll und sollte unbedingt genutzt werden. Die Datenmengen sind nicht so groß, bei einem 48 Stunden Contest kommen etwa 200 bis 300 KB zusammen.

Zu Beginn jeder Zeile wird das Datum und die Uhrzeit vorangestellt, so findet man schnell bestimmte Stellen wieder. Denn hilfreich ist dieser Mitschrieb bei der Korrektur des Logs nach dem Contest. Oft kann man hier Zahlendreher korrigieren, oder bei sehr dünnen Signalen hinterher in aller Ruhe das richtige Call oder den Rapport entziffern.

Logeinsendungen

Normalerweise sollte das Log heutzutage in elektronischer Form, also per E-Mail versandt werden, manche Conteste schreiben dies ab einer gewissen QSO Anzahl sogar vor. Dazu gibt es eine Reihe von international üblichen Standardformate.

Mittlerweile hat sich das sog. Cabrillo-Format bei den meisten Contestveranstaltern als Standard durchgesetzt, praktisch alle Programme können dieses Dateiformat nach dem Kontest generieren.

Andere RTTY-Conteste verlangen das Einsenden der drei Dateien *.SUM, *.ALL und *.DUP. Der Dateiname sollte immer das eigene Rufzeichen sein. Diese Dateien werden von den meisten Contestprogrammen generiert.

Weiterfhrende Informationen

Da jeder RTTY Contest eigene und teilweise sehr unterschiedliche Regeln mit sich bringt, und sich diese ausserdem noch manchmal von Jahr zu Jahr ändern, ist eine aktuelle Information sehr wichtig. Hier bietet das Internet sehr viele Quellen, z.B.

Dons, AA5AU exzellente Seiten über RTTY, mit Schwerpunkt auf die Nutzung des Programmes 'Writelog'. Don ist einer der Götter des RTTY-Contestings, einer der immer ganz vorne dabei ist und viele Conteste gewonnen hat, Und er ist sehr hilfsbereit...

http://home.online.no/~janalme/RTTY.html
Übersicht ber alle RTTY Wettbewerbe eines Jahres, Links zu den Veranstaltern.

http://www.rttyjournal.com/contests/
Ein weiterer Kalender mit vielen Links.

http://www.qsl.net/dj3ng/
Die Seite von Sigi, DJ3NG mit vielen wertvollen Infos, Ergebnislisten usw.

http://www.qsl.net/dk3vn/index.html
Hier bietet Waldemar, DK3VN, eine 'Ranking Liste' der aktuellen RTTY Contestergebnisse an (nur Single Op).

BCC Handbuch
http://www.bavarian-contest-club.de
Die Webseite des BCC mit dem Contest-Handbuch, das viele sehr ntzliche Tips für Contester enthält, nicht nur für RTTY.

Daneben gibt es mehrere, für RTTY Contester interessante E-Mail Reflektoren (Listserver):

http://lists.contesting.com/mailman/listinfo/rtty
Die im Juli 2001 neu eingerichtete Mailingliste als Nachfolger für den WF1B Reflektor.

RCKRTTY Liste (in Deutsch)
Auf http://www.egroups.com, bitte dort nach dem Verfahren schauen, bzw. Hinweise auf http://www.rckrtty.de